Unabhängiges Nachschlagewerk über Animation für Familien. Keine Website eines Animationsprojekts oder Studios und nicht mit der früheren Website unter dieser Domain verbunden; wir zeigen und verbreiten keine Zeichentrickfilme.

Glossar

Glossar

Dieser Bereich erklärt Begriffe, die in Gesprächen über Zeichentrickfilme, im Abspann und in Anleitungen zu Stop-Motion-Apps vorkommen. Die Definitionen sind kurz und stützen sich auf enzyklopädische Quellen zur Geschichte der Animation. Wo sich die Praxis verschiedener Studios und Länder unterscheidet, beschreiben wir den allgemeinen Sinn und gehen nicht auf Einzelheiten ein, die wir nicht belegen können.

Der Abspann eines Trickfilms wird spannender, wenn man versteht, was jede Person auf der langen Liste eigentlich macht.

— Aus der Redaktion

Techniken

Zeichentrick
Eine Technik, bei der jede Haltung der Figur auf einem eigenen Blatt oder einer eigenen Ebene neu gezeichnet wird. „Fantasmagorie“ von Émile Cohl (1908) gilt als einer der ersten vollständig gezeichneten Animationsfilme.
Puppenanimation
Dreidimensionale Puppen mit beweglichem Gerüst werden in eine Kulisse gestellt und Bild für Bild fotografiert, wobei man ihre Haltung zwischen den Aufnahmen ein wenig verändert.
Knetanimation
Eine Form der dreidimensionalen Stop-Motion, bei der Figuren und Details aus Knete geformt sind. Gut geeignet für den Dreh zu Hause: Der Figur lässt sich leicht eine neue Haltung geben.
Legetrick
Flache Figuren aus Papier oder Karton mit einzeln beweglichen Teilen werden auf einen Hintergrund gelegt und zwischen den Aufnahmen verschoben.
2D- und 3D-Computeranimation
In 2D werden die Figuren mit Programmen in der Fläche gezeichnet und bewegt, in 3D entstehen räumliche Modelle, die das Programm aus dem gewünschten Blickwinkel und mit dem gewünschten Licht zeigt.

Bild und Bewegung

Einzelbild
Ein unbewegtes Bild in einer Folge. Der Standard der Kinoprojektion sind 24 Bilder pro Sekunde.
Animieren „auf Zweien“
Ein Verfahren, bei dem eine Zeichnung zwei Bilder lang auf dem Bildschirm bleibt. Das spart Arbeit und erhält dennoch eine ausreichend flüssige Bewegung.
Einzelbildaufnahme
Auch Stop-Motion genannt: Ein Objekt wird zwischen den Aufnahmen ein wenig verschoben, und beim schnellen Abspielen der Fotos entsteht die Illusion von Bewegung.
Storyboard
Eine Folge von Skizzen der geplanten Szenen, ähnlich einem Comic. Es hilft, vorher festzulegen, was aus welchem Blickwinkel gefilmt wird.
Schlüsselbilder und Zwischenphasen
Schlüsselbilder legen die wichtigsten Haltungen einer Figur in der Bewegung fest, die Zwischenzeichnungen dazwischen – die Phasen – machen die Bewegung flüssig.

Berufe in der Animation

Regie
Verantwortet den ganzen Film: wie die Geschichte erzählt wird, wie sich die Figuren bewegen, welchen Rhythmus und welche Stimmung er hat.
Szenenbild
Erschafft die visuelle Welt des Films: das Aussehen der Figuren, Hintergründe, Farbe und Licht.
Animator
Erweckt die Figuren zum Leben: zeichnet oder gestaltet die Schlüsselhaltungen und entscheidet, wie sich eine Figur bewegt und ihre Rolle spielt.
Zwischenphasenzeichner
Zeichnet die Zwischenpositionen zwischen den Schlüsselbildern des Animators, damit die Bewegung flüssig wird.
Tonmeister
Nimmt Stimmen, Geräusche und Musik auf und mischt sie. In der Animation wird der gesamte Ton eigens erzeugt, denn ein Filmset mit Originalton gibt es nicht.

Beiträge zu den Themen dieses Bereichs

  • Praxis

    Knetanimation mit dem Handy drehen – Schritt für Schritt. Dazu der Katalog geplanter Beiträge.

  • Fragen

    Kurze Antworten zur Animationstechnik, zu Kindern und Zeichentrickfilmen und zum Stop-Motion-Dreh zu Hause.

  • Sammlungen

    Lesewege: erster Einstieg in die Animation, Trickfilm selbst gemacht, gemeinsam mit dem Kind schauen.

  • Fragen

    Kurze Antworten zur Animationstechnik, zu Kindern und Zeichentrickfilmen und zum Stop-Motion-Dreh zu Hause.

  • Themen

    Übersicht: Animationstechniken, Animation zu Hause, Kinder und Bildschirm, Geschichte und Berufe.

  • Praxis

    Knetanimation mit dem Handy drehen – Schritt für Schritt. Dazu der Katalog geplanter Beiträge.

Quellen

  • Enzyklopädische Quellen zur Geschichte der Animation
  • Cinémathèque française – Material zum frühen Kino
  • ASIFA – Internationale Vereinigung des Animationsfilms (Association Internationale du Film d’Animation)

Die Angaben entsprechen dem Stand am Erstellungsdatum. Regeln zur Alterskennzeichnung, Bedingungen von Plattformen und Funktionen von Apps ändern sich – prüfen Sie aktuelle Angaben in den Primärquellen: im Gesetzestext, auf der jeweiligen Plattform und in der Beschreibung des konkreten Films.